Oliver Zeter – Viognier trocken 2023
Beschreibung
Viognier in der Pfalz ist noch immer eine kleine Rarität – und bei Oliver Zeter alles andere als ein exotisches Nebenprojekt. Die ursprünglich von der Rhône stammende Rebsorte steht hier in drei Weinbergen rund um Edenkoben, Diedesfeld und Hambach. Eine anspruchsvolle Sorte, die gerade in unseren Breiten viel Handarbeit verlangt. Dauerbegrünte Weinberge, eine möglichst späte, überwiegend von Hand durchgeführte Lese und konsequente Arbeit im Keller geben diesem Viognier seinen eigenständigen Charakter.
Nach dem Mahlen und Pressen wandert der Most unmittelbar ins Holz. Vergoren wird spontan in Doppelstückfass, Tonneau und Barrique, im Frühjahr folgt der biologische Säureabbau. Anschließend bleibt der Wein mindestens bis in den Spätherbst auf der Feinhefe, die durch regelmäßige BâtonnageFranzösische Kellertechnik: Während des Ausbaus wird die am Fassboden liegende Feinhefe regelmäßig aufgerührt. Das verleiht dem Wein mehr Cremigkeit, Schmelz und aromatische Komplexität. aufgerührt wird. Das erklärt diese wunderbar cremige, fast seidige Textur – ohne dass der Wein schwer oder behäbig wirkt.
Schon die Nase ist unverkennbar Viognier: reife Birne, gelber Pfirsich und Aprikose, dazu ein Hauch kandierter Zitrusfrucht. Dann wird es zunehmend üppiger und komplexer: frisch gebackener Mandelkuchen, Marzipan, etwas Vanille und feine Röstaromen. Dahinter liegen florale Anklänge und ein ganz feiner Rauchton. Das Holz ist spürbar, aber nicht vordergründig – vielmehr gibt es der opulenten Frucht Kontur und Tiefe. Zeter selbst beschreibt insbesondere Mandelkuchen, Marzipan, Vanille, Birnenkompott sowie leichte Röst- und Rauchnoten.
Am Gaumen zeigt sich die ganze Stärke dieses Weines. Breit und cremig im Ansatz, gleichzeitig erstaunlich präzise. Reife Birne und Aprikose treffen auf Mandel, etwas Brioche, dezente Vanille und eine feinwürzige Holznote. Trotz seiner aromatischen Fülle bleibt der Viognier mit lediglich 2,3 g/l Restzucker klar trocken. Die moderate Säure von 5,3 g/l ist elegant eingebettet und trägt den Wein eher im Hintergrund, während 13,5 % Alkohol für Wärme, Schmelz und Länge sorgen.
Das ist kein schlanker, zitrischer Weißwein – und will es auch gar nicht sein. Ein kraftvoller, burgundisch gedachter Viognier mit Rhône-Seele: reife gelbe Frucht, viel Schmelz, feines Holz und eine fast nussige Würze. Dabei schafft Oliver Zeter den entscheidenden Spagat: Die für Viognier typische Opulenz ist da, aber sie wird von Struktur, Würze und einer erstaunlichen Frische eingefangen.
Ein charaktervoller Pfälzer Viognier für alle, die Chardonnay aus dem Holz lieben, aber einmal eine deutlich exotischere und duftigere Spielart suchen. Großartig zu kräftigem Fisch, Jakobsmuscheln, Geflügel in cremigen Saucen, Kalb oder auch zu orientalisch gewürzten Gerichten.
Rebsorte: 100 % Viognier
Herkunft: Pfalz
Weinberge: Edenkoben, Diedesfeld und Hambach
Ausbau: Doppelstückfass, Tonneau und Barrique, spontane Vergärung, biologischer Säureabbau, langes Feinhefelager mit BâtonnageFranzösische Kellertechnik: Während des Ausbaus wird die am Fassboden liegende Feinhefe regelmäßig aufgerührt. Das verleiht dem Wein mehr Cremigkeit, Schmelz und aromatische Komplexität.
Säure: 5,3 g/l
Restzucker: 2,3 g/l
Geschmack: trocken
- Alkoholgehalt: 13,5% vol.
- enthält Sulfite
- Inhalt: 750 ml
- Abbildung ähnlich
- Lebensmittelunternehmer: Oliver Zeter GbR – Eichkehle 24 – D-67433 Neustadt-Haardt
Zusätzliche Informationen
| Gewicht | 1,3 kg |
|---|
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